Der im Februar verabschiedete neue Bußgeldkatalog für Autofahrer tritt Ende April in Kraft – und enthält drastische Verschärfungen.

Nachdem der Bundesrat der Straßenverkehrsnovelle der Regierung bereits im Februar zugestimmt hatte, treten die neuen Bestimmungen ab Dienstag, den 28.4. in Kraft. Viele Verkehrsverstöße werden teurer, außerdem kommen einige Neuerungen und Änderungen auf Verkehrsteilnehmer zu.

Tempolimit: Ab 21 km/h zu viel ist der Führerschein weg

Autofahrer, die Tempovorgaben nicht beachten, zahlen künftig viel höhere Strafen und verlieren auch schneller den Führerschein:

Ein wesentlicher Punkt ist die Verschärfung der Sanktionen bei Geschwindigkeitsüberschrei-tungen bis 20 km/h, bei denen die Regelsätze verdoppelt wurden. Äußerst kurzfristig wurde auf Empfehlung des Bundesrats hin die Grenze für ein Fahrverbot von einem Monat innerorts auf 21 km/h Überschreitung und außerorts auf nur 26 km/h herabgesetzt.

Rettungsgasse: Wer sie nicht bildet, zahlt hohe Strafe

Autofahrer, die keine Rettungsgasse bilden, müssen schon seit Ende 2017 mit 200 Euro Bußgeld sowie mit zwei Punkten in Flensburg rechnen. Jetzt wird diese Strafe verschärft, indem nun auch ohne Verwirklichung einer konkreten Gefahr oder Behinderung ein einmonatiges Fahrverbot verhängt werden kann. Das war bislang erst möglich, wenn es zu einer Behinderung oder Gefährdung Dritter beiziehungsweise zu einer Sachbeschädigung kam. Die Höhe der Bußgelder für diese Vergehen bleibt unverändert und betragen 240, 280 und 320 Euro – dazu immer mit zwei Punkten in Flensburg sowie ein einmonatiges Fahrverbot. Fahrer, die die Rettungsgasse widerrechtlich nutzen, zahlen mindestens 240 Euro Bußgeld. Dazu erhalten sie zwei Punkte sowie ein Fahrverbot von einem Monat.

Parkverstoß

Für Parkverstöße wird es jetzt teuer. Denn der neue Bußgeldkatalog sieht eine Verdreifachung des Bußgeldes vor. Dazu zählt das Parken in zweiter Reihe mit und ohne Behinderung (mit 80€, ohne Behinderung des Verkehrs 55€), Parken an unübersichtlichen Stellen (Bußgeld 2020: 35€) und das Parken in einer Feuerwehrzufahrt oder auf einem Behindertenparkplatz (StVO 2020: 55€). Der neue Bußgeldkatalog sieht Parkverstöße also weniger gelassen als der ein oder andere Autofahrer.

 Der neue Bußgeldkatalog – unser Fazit

Der neue Bußgeldkatalog läutet viele Veränderungen im Straßenverkehr und seiner Ordnung ein. Das Bußgeld wurde drastisch erhöht und Schwellenwerte gesenkt. Die StVO 2020 geht mit strengeren Auflagen einher und ahndet nun stärker und mit höherer Härte. Wenn Sie Fragen zum neuen Bußgeldkatalog haben, können Sie gerne einen Anruf tätigen oder eine E-Mail an uns schreiben.

 

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